■ MediaBazaar: Grüne werden flügge
Ein erstes Treffen von MedienpolitikerInnen der Grünen/ Bündnis 90 in Hannover hat Erhalt und Weiterentwicklung der öffentlich- rechtlichen Sender gefordert. Bei ihnen soll aber gleichzeitig mehr „Staats- und Parteiferne“ der Sender durchgesetzt werden: Bundes- wie Landesregierungen müßten sich ganz aus den Aufsichtsgremien zurückziehen, die Zahl der ParteienvertreterInnen solle „drastisch reduziert“ werden. Leitungsfunktionen dürften nicht länger nach parteipolitischem Proporz, sondern ausschließlich nach Qualifikation vergeben werden.
Bei der Konzentrationskontrolle der Privatsender lehnen die auf der Tagung versammelten Grünen das sogenannte Marktanteilsmodell ab. Sie fordern statt dessen mehr Befugnisse für die Kontrollgremien. Die Landesmedienanstalten, die bislang durch Abzweigen von zwei Prozent der Rundfunkgebühr (175 Millionen) finanziert werden, sollen nach Vorstellung der Grünentagung von den Privatsendern zumindest mitbezahlt werden.
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