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Grün ist profitabel

■ UNO-Bericht: Umweltbewußtsein ist für Banken ein solides Geschäft

New York (IPS) – In den kommenden 15 Jahren wird sich die Zahl der Banken, die bei Investitionen und der Vergabe von Krediten auf ökologische Aspekte achten, verdreifachen. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, den das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) gemeinsam mit der New Yorker Bank Salamon Inc. erarbeitet hat. Der Report basiert auf einer Umfrage unter neunzig größeren Banken, von denen die meisten ihren Sitz in Industriestaaten haben.

„Die Reaktion der Befragten belegt, daß umweltbewußte Investitionen nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit zustande kommen, sondern ein gutes und solides Geschäft sind“, so die geschäftsführende Unep-Direktorin Elizabeth Dowdeswell.

Die Umfrage hat allerdings auch gezeigt, daß längst nicht alle Finanzinstitutionen das tatsächliche Umweltverhalten ihrer Kreditnehmer oder Investitionspartner über längere Zeit kontrollieren. Nach Vertragsabschluß scheinen ökologische Belange vielfach nicht mehr zu interessieren. Fast die Hälfte der Banken, bedauert Dowdeswell, legten bei der Vertragsvorbereitung keinerlei Wert auf Umweltaspekte. Ganze 46 Prozent überprüften bei ihren Partnern die Einhaltung der Umweltauflagen nicht, und nur 28 Prozent führten jährlich eine Kontrolle durch.

Trotz dieser bedenklichen Ergebnisse sind Unep und die Salamon-Bank recht zuversichtlich. Ein Umweltbewußtsein, hieß es, setze sich immer mehr durch. Insbesondere die Tatsache, daß 80 Prozent aller befragten Institutionen mittlerweile davon überzeugt seien, daß ökologische Probleme auch ihrer Branche schaden könnten, belege dies.

Interessant sei in diesem Zusammenhang auch gewesen, daß US-amerikanische und kanadische Banken auf die Einhaltung von Umweltauflagen drängten, während europäische Institute Diskussionen zu vermeiden suchten und ihre Geschäftspartner von vornherein nach deren Einstellung zu Umweltfragen auswählten.

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