: Griechenland für EU-Kandidat Türkei
■ taz-Interview mit Minister Papandreou
Berlin (taz) – Griechenlands Außenminister Georgios Papandreou hat sich dafür ausgesprochen, der Türkei auf dem nächsten EU-Gipfel in Helsinki den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu geben. Im taz-Interview sagte Papandreou: „Griechenland ist dafür, dass die Türkei zum tatsächlichen EU-Kandidaten und nicht nur zu einem virtuellen wird.“
Die Kriterien für alle Beitrittskandidaten sollten gleich sein, so Papandreou: „Es darf keine doppelten Maßstäbe geben.“ Griechenland erwarte von der Türkei eine Entwicklung hin zu mehr Demokratie und Pluralismus. Gesten aus Ankara könnten das Klima auf dem nächsten EU-Gipfel begünstigen, „zum Beispiel, indem es zu Verhandlungen über Zypern kommen würde“, so Papandreou. Der griechische Außenminister machte jedoch klar, dass man kein Ultimatum stellen wolle. Tagesthema Seite 3
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen