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Grenzblockade

München/Waidhaus (ap) — Umweltschützer haben am Mittwoch die wichtigsten Grenzübergänge von der Bundesrepublik in die Tschechoslowakei (CSFR) blockiert. Sie protestierten damit gegen das seit Monaten anhaltende Verkehrschaos im Grenzgebiet. Ein Sprecher der Umweltschutzorganisation Robin Wood sagte, die insgesamt acht Übergänge seien durch querstehende Lastwagen, Balken und Bretter gesperrt worden. Der Bonner Verkehrsminister Günther Krause sowie sein Prager Kollege seien aufgefordert, die Umweltproblematik mit den Betroffenen an einem „Runden Tisch“ zu lösen. Das Grenzland müsse aus dem „Würgegriff“ des Schwerverkehrs befreit werden. Bei ihrer Protestaktion stellten die deutschen und tschechoslowakischen Demonstranten in Waidhaus eine vier Meter hohe und 14 Meter lange Dampflokomotive quer über die Fahrbahnen, so daß kein Fahrzeug mehr passieren konnte. Die Lastwagen stauten sich daraufhin kilometerweit zurück. Die bayerische Grenzpolizei teilte mit, an den blockierten Grenzstationen habe es bei der Ein- und Ausreise erhebliche Behinderungen gegeben. Der Robin-Wood-Sprecher betonte, die Blockade an der Grenzstelle Schirnding sei nach knapp zwei Stunden auf Druck der tschechoslowakischen Behörden wieder aufgehoben worden. Die übrigen Sperren sollten mindestens 24 Stunden lang aufrechterhalten werden. „Wir werden an den Übergängen ausharren, bis Minister Krause von Bonn aus Gesprächsbereitschaft signalisiert“, sagte der Umweltschutzsprecher.