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Greenpeace-Protest gegen Wal-Mord

Greenpeace-AktivistInnen haben gestern das Hotel „Norge“ belagert. Grund: Norwegische Regierungsbeamte hatten 100 Einzelhändler eingeladen, um ihre Fischprodukte wieder in die Regale der Geschäfte zu bringen. Obwohl die Internationale Walfangkommission den Minkwal unter Schutz gestellt hat, hatte Norwegen für die heimische Fischfangflotte das Walfang-Verbot außer Kraft gesetzt und 296 Minkwale zum Abschuß freigegeben. Greenpeace hatte deshalb am 27. Mai zum Boykott der Fischprodukte aufgerufen. Mit Erfolg: Tengelmann, Hawesta, Coop und weitere Handelsketten kündigten sämtliche Verträge. Greenpeace-Sprecher Fouad Hamdan: „Der Verlust für Norwegen ist bis jetzt etwa 50 Millionen Mark - fünfmal höher als die zu erwartenden Einnahmen aus dem diesjährigen Walfang.“ Im „Norge“ wollten die Wikinger-Nachfahren nun ihre Position darlegen. Bitten, auch Greenpeace einzuladen, hatten sie abgelehnt. Und so forderten die Umweltschützer vor der Tür: „Macht mit!“ Hamdan: „Überall, wo die Norweger sind, wird auch Greenpeace sein. Der Norwegen-Boykott geht weiter, solange Wale getötet werden.“

Foto: Markus Scholz

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