piwik no script img

Gourmet-Menü aus Tigerfleisch empört Tierschützer

Der japanische Fernsehsender Fuji-TV hat den Zorn von Tierschützern auf sich gezogen. In der Reihe „World Gourmet Trip“ ließ er einer Gruppe japanischer Fernsehstars in einem Feinschmeckertempel von Shanghai ein Menü aus dem Fleisch eines Bengalischen Tigers servieren. Die Opferung eines Exemplars der stark vom Aussterben bedrohten Tierart für eine kulinarische Reisesendung rief sofort die Tierschützer auf den Plan. Es habe nicht den leisesten Hinweis darauf gegeben, daß der Bengalische Tiger geschützt und jeglicher Handel damit verboten sei, rügte eine Sprecherin des WWF. Fuji-TV rechtfertigte sich damit, der verzehrte Tiger sei weder extra für die Sendung getötet noch gewildert worden, sondern im letzten Jahr in einem chinesischen Zoo verendet. Seither liege er schockgefroren in der Tiefkühltruhe des Restaurants. Trotzdem werde man künftig mehr Rücksicht nehmen.Foto: AP

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen