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„Golfkriegssyndrom“: Erste Ergebnisse

Eineinhalb Jahre nach dem Ende des Golfkrieges gegen den Irak fand eine Studie heraus, daß 32,4 Prozent der zurückgekehrten US-Soldaten unter unerklärlichen Krankheitserscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsverlust sowie Seh- und Atemproblemen litten. Erstmals hat nun in dieser Woche das Pentagon Teile eines Berichtes über das mysteriöse „Golfkriegssyndrom“ veröffentlicht. Aufschluß über die Ursachen der seltsamen Krankheit konnte der Bericht noch nicht geben. Jedoch werden erste mögliche Auslöser genannt.

Ansatzpunkte für eine mögliche Erklärung sieht das Pentagon demnach in der besonderen psychischen Belastung während des Krieges. Vor allem die Angst vor dem Einsatz chemischer und biologischer Waffen durch die Iraker habe den siebenhunderttausend im Golfkrieg eingesetzten GIs unablässig drohend vor Augen gestanden.

Die Theorie, daß das Golfkriegssyndrom eine psychosomatische Krankheit ist, wurde jedoch bereits von einigen Experten angezweifelt, weil im Verhältnis zu allen anderen von den USA geführten Kriegen im Golf-Konflikt weniger Soldaten wegen psychischer Probleme evakuiert werden mußten.

Das Pentagon ist jedoch sicher, daß das Golfkriegssyndrom keine Spätfolge eines Einsatzes chemischer Waffen durch die Iraker ist. Die irakischen Streitkräfte hätten die strategische Entscheidung getroffen, keine chemischen Waffen einzusetzen, heißt es in dem Bericht.

Eine nur am Rande erwähnte mögliche Ursache für die Krankheitssymptome ist das Alkoholverbot während der Aktion „Wüstensturm“. Es könne sein, daß die Soldaten ähnlich wie im Vietnamkrieg schädliche Ersatzflüssigkeiten tranken, wird in dem Bericht vermutet.

Für die US-Streitkräfte ist das Syndrom jedoch nichts wirklich Neues. Bereits nach dem Vietnamkrieg stellten Forscher fest, daß die Krankheitsrate bei ehemaligen Frontkämpfern um 25 Prozent höher lag als die von anderen Soldaten.(AFP)

Foto: Reuter

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