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Giftfrachter vor Bari gesunken

Berlin (taz/dpa/afp) — Ein mit 3.500 Tonnen krebserregenden Lösungsmitteln beladener Giftfracher ist am Freitag abend 19 Seemeilen vor der süditalienischen Küste gesunken. Die 14köpfige Besatzung überlebte im Rettungsboot. Die Chlorkohlenwasserstoffe an Bord des vor Bari untergegangenen italienischen Gifttankschiffs „Alessandro Primo“ sind gesundheitsgefährdend. Nach Auskunft des Chemikers der Universität Bari, Professor Ruggero Curci, könnte ins Meerwasser gelangtes Dichlorethan über Meerespflanzen und Fische in die menschliche Nahrungskette gelangen und zum Beispiel Leberzirrhosen hervorrufen. Nach Auskunft der Hafenkommandantur von Bari ist das Gift bislang nicht ins Meerwasser gelangt. Die Ladung sei in fünf doppelwandigen Stahlzisternen enthalten. Trotzdem haben die Behörden in einem Umkreis von zehn Meilen Schiffahrt und Fischfang verboten. Die in 120 Meter Tiefe gesunkene Giftladung soll schwer zu bergen sein. Warum das Schiff gesunken ist, ist nach wie vor unklar.

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