: Gift im Teppich?
■ Zurück zu Zeder und Lavendel
Die Industrie will nicht auf synthetisch hergestellte Pyrethroide, vergleichbar dem pflanzlichen Nervengift einiger Chrysanthemen, verzichten. Bei empfindlichen Personen können Reizungen der Schleimhäute, Atemwege und Augen, Taubheitsgefühl, Benommenheit und Kopfschmerzen auftreten. Das Gift wirkt aber auch gegen Käferchen und Motten und ist deshalb in Wollteppichen enthalten. Dadurch können sich Pyrethroide im Hausstaub anreichern.
Während Verbraucherverbände eine klare Kennzeichnung von mit Insektiziden behandelten Wollteppichen einfordern, schließt die Teppichindustrie eine Gesundheitsgefährdung aus. Verbraucherschützer raten, sich beim Kauf von Teppichen deren Insektizidfreiheit schriftlich bestätigen zu lassen. Allerdings sei das Angebot nicht ausgerüsteter Produkte „noch sehr klein“.
Um einem Befall unbehandelter Wollteppiche mit Insekten an schlecht zugänglichen und selten begangenen Stellen vorzubeugen, helfen die üblichen Hausmittel gegen Mottenfraß: Lavendel oder Zedernblöckchen. Auch Teppiche, die regelmäßig geklopft werden, sind durch die gefräßigen Würmchen kaum gefährdet. alo
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