: Gesucht: Marlows Erbinnen-betr.: "Von Bullen und Schnüfflern" von Karl Wegmann(Kirmi- und Thrillerrhezensionen auf den samstäglichen Reiseseiten
betr.: „Von Bullen und Schnüfflern“ von Karl Wegmann (Krimi- und Thrillerrezensionen auf den samstäglichen Reiseseiten)
Lieber Karl Wegmann, haben Sie schon bemerkt, daß auch Frauen gute Thriller beziehungsweise Krimis schreiben? Offenbar nicht. In den letzten ca. zwei Jahren kommen Krimiautorinnen bei Ihnen kaum vor. Wird ein Autor ausführlich besprochen, findet eine Autorin, soweit Sie sie überhaupt als erwähnenswert erachten, kaum Beachtung, wird mal so als gerade eben existent abgetan (vergleiche auch die Besprechung zweier Anthologien, war's im Januar?).
Sie scheinen diesen Typ des eiskalten, knallharten und einsamen Aussteigers zu lieben, die sogenannten Erben Marlows. Es gibt adäquate Protagonistinnen, von Frauen geschaffen, die, entsprechendes Interesse vorausgesetzt, leicht zu finden sind! Außerdem: Muß es immer derselbe Typ sein?
Es ist müßig, zu überlegen, warum selbst in der taz derart einseitig Krimis rezensiert werden. Da Ihr Interesse, lieber Karl Wegmann, festgefahren scheint, fordere ich: teilen Sie die Spalte mit einer kompetenten Kollegin, deren Blick weiter reicht. Da Ihr Interesse, lieber Karl Wegmann, festgefahren scheint, fordere ich: teilen Sie die Spalte mit einer kompetenten Kollegin, deren Blick weiter reicht. Edith Wagner, Regensburg
Anmerkung Karl Wegmanns: Ich habe bereits vor ca. zwei Jahren darauf hingewiesen, daß die Zukunft des Krimis weiblich sein wird, und seitdem bespreche ich auch regelmäßig Frauenkrimis.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen