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Gespaltene Grüne

■ betr.: "Pseudo-Grüne", taz vom 21.3.92

betr.: „Pseudo-Grüne“ (Es gibt zwei Arten von Umweltschutz) von Vandana Shiva, taz vom 21.3.92

Was Frau Vandana Shiva noch ausgelassen hat in ihrer Betrachtung über Umweltschützer, ist die Spaltung in demokratische und elitär-rassistische Grüne. Letztere plädieren in erster Linie für großangelegte Sterilisationskampagnen (zum Beispiel Brasilien, US-Indianer) in Drittweltländern an den durch die Wirtschaftseliten meist aus dem Subsistenzlandwirtschaftssektor (der für die Weltwirtschaft „parasitär“ ist) verdrängten Menschenmassen, und die jetzt für überflüssig erachtet werden, im Extremfall (zum Beispiel CSU-Grüne) gekoppelt mit Abtreibungsverbot in den weißen Stammgebieten. Sie plädieren für ausgedehnte National-, Natur- und Jagdparks ausschließlich zum Vergnügen weißer, reicher Erholungssuchender und Jäger. Herman Göring hätte zu dieser Sorte Naturschützer gehört.

Für sie reduziert sich die Umweltgefahr auf die Bevölkerungsexplosion, wie sie es zu benennen belieben, des farbigen und nichtchristlichen Teils der Menschen im Tricont. Unter diesen Grünen figurieren auch einige konservative brasilianische Bischöfe und evangelikale Missionare. Die Welt hat den weißen Eliten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch zur ästhetischen Erbauung zu Diensten zu sein. [...] Dr.med.Reto G.Jenny,

Tarasp/Schweiz

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