: Gesamtschule weg!
■ CDU will „Erziehung durch Unterricht“
Die Niedersachsen-CDU will in der Schulpolitik einschneidende Änderungen vornehmen. Schule müsse wieder „Erziehung durch Unterricht“ und nicht „freiräumliche Späße“ sicherstellen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion, Horst Horrmann. Der „Verlust an Primärerfahrungen in der elterlichen Gesellschaft“ habe zu „sozial verwahrlosten“ Jugendlichen geführt.
Horrmann kritisierte eine mangelnde Unterrichtsversorgung, die unter der rot-grünen Regierung von 104 auf 96 Prozten gesunken sei. Mit der Schulgesetznovelle sei die „flächendeckende Gesamtschule“ vorgesehen. Die Novelle sei eine „Kampfansage an das gegliederte Schulwesen“. Die Orientierungsstufe, die mit dem Leitantrag abgeschafft werden soll, sei eine „Eingangsstufe der integrierten Gesamtschule“. Es fehle innere Differenzierung. Der niedersächsische Kultusminister Rolf Wernstedt bezeichnete das bildungspolitische Programm der CDU als „steinalt“. 1990 habe sie fortschrittlichere Positionen vertreten. dpa
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