: Geoengineering-Vorstoß gekippt
Keine Einigung der Vereinten Nationen zum Sonnedimmen
Die Schweiz hat eine umstrittene Resolution zum Geoengineering zurückgezogen, die sie den Vereinten Nationen vorgeschlagen hatte. Die Staaten konnten sich nicht auf den Vorstoß einigen, der in der vergangenen Woche bei der Jahrestagung des UN-Umweltprogramms in Nairobi auf der Tagesordnung stand. Konkret war es um das solare Geoengineering gegangen – um Versuche also, die Sonne temporär abzudunkeln und so die Erde zu kühlen. Das ist beispielsweise durch das Ausbringen von Schwefeldioxid-Partikeln in der Stratosphäre denkbar und wäre ein gigantischer Eingriff in das Erdsystem. Aber es ist bislang kaum erforscht. In ihrem Vorstoß sprach sich die Regierung in Bern nicht für oder gegen den Einsatz solcher Technologien aus, sondern forderte die Einberufung einer 25-köpfigen Expert*innengruppe.
Die Bedenken anderer Regierungen waren vielfältig: Teils befürchteten sie, ein solches Gremium erwecke bereits den Eindruck, Geoengineering sei akzeptabel. Andere kritisierten, dass der Zugang dazu für reiche Länder einfacher wäre als für arme. Hinzu kamen formale Bedenken, weil auch andere internationale Gremien sich schon mit dem Thema befassen, etwa der Weltklimarat IPCC. (scz)
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