: Generalstreik in Venezuela
CARACAS ap ■ In Venezuela haben sich am Montag tausende Menschen an einem Generalstreik gegen Präsident Hugo Chávez beteiligt. Die venezolanische Opposition erklärte, sie wolle mit dem Streik vorgezogene Neuwahlen erzwingen. Außerdem will sie am 4. Dezember in einem Referendum über die Zukunft der Regierung entscheiden lassen. Gewerkschaftsführer Carlos Ortega sagte in einer Fernsehrede, 85 Prozent des Landes hätten sich an dem Streik beteiligt, um Chávez zu sagen, dass die Menschen nicht länger mit der Gewalt leben wollten. Zahlreiche Kaufhäuser, Fabriken und Büros blieben geschlossen. Viele Krankenhäuser nahmen nur Notfälle an. Allerdings beteiligten sich deutlich weniger Menschen als an früheren Generalstreiks. Produktionsminister Ramón Rosales erklärte, der Streik habe die Wirtschaft rund 300 Millionen Dollar gekostet. Chávez wurde 2000 wiedergewählt, seine Amtszeit läuft bis 2007. Er erklärte, die Verfassung erlaube kein Referendum bis zum kommenden August. Die Opposition will die nicht bindende Abstimmung jedoch schon früher ansetzen.
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