: General Baß!
■ »Wörterbuch« der alten Musik (1)
Affektdarstellung: Ein zentraler Begriff barocker Musikästethik, der die Abbildung typischer Gefühlssituationen wie Liebe, Zorn, Freude etc. meint.
Chitarrone: (ital.: große Gitarre) Laute mit einem zusätzlichen langen Hals, an dem Baßsaiten gespannt sind, die nicht gegriffen, sondern nur gezupft werden.
Colla-parte-Spiel: Im Barock übliche Praxis, Vokalstimmen auf Instrumenten unter Wahrung der Textbetonung mitzuspielen.
Doppel- und Mehrchörigkeit: Von Giovanni Gabrieli genial gehandhabte Technik, den Raum durch Aufstellung verschiedener Musikgruppen in Klang zu hüllen.
Generalbaßgruppe: Tragendes Fundament der Barockmusik ist eine Baßlinie, über der ein oder mehrere Spieler eines Akkordinstruments (Cembalo, Orgel, Laute o.ä.) eine Begleitung improvisieren.
Magnifikat: Vertonung des Lobgesangs der Maria nach der Empfängnis Jesu (Lukas 1, 46—55), nach dem Lateinischen Textanfang »Magnificat anima mea dominum« = »Hochpreist meine Seele den Herrn« benannt.
Motette: Im 17. und 18. Jahrhundert eine geistliche Chorkomposition mit Generalbaßbegleitung.
Orgelpositiv: Kleine tragbare Orgel.
Zink: Holzblasinstrument, das ähnlich wie eine Trompete angeblasen wird, aber mit Grifflöchern versehen ist. Trotz der schwierigen Intonation schätzte man ihn wegen seiner Klangfarbe, die dem Lichtstrahl in der Finsternis verglichen wurde.
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