: Gemeiner Schiffsbohrwurm
Hamburg/Kiel (epd) – Eine exotische Bohrmuschel hat sich bereits durch unzählige Holzbalken in deutschen Ostseehäfen genagt und so erhebliche Schäden angerichtet. Mehrere Fähranleger wurden so stark geschädigt, daß sie geschlossen werden mußten.
Der Gemeine Schiffsbohrwurm (Teredo navalis), der zur Familie der Bohrmuscheln gehört, wird bis zu zwanzig Zentimeter lang und stammt ursprünglich aus Ostasien. Das gefräßige Weichtier wurde erstmals in den achtziger Jahren in der Nordsee entdeckt. Inzwischen breitet es sich verstärkt in der Ostsee aus und macht die Experten ratlos. „Die Muschel übersteht selbst härteste Winter, und bekämpfen kann man sie nicht“, sagt ein Biologe vom Zoologischen Institut der Universität Hamburg. Mehr als hundert fremde Organismen besiedeln bereits Ost- und Nordsee. Sie „reisen“ im Ballastwasser an, das Schiffe in den Häfen ablassen.
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 360 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen