: Geld für Hungernde in Afrika
■ Appell des UN-Sonderkatastrophenprogramms/ Bis zu 1.000 Tote pro Tag
Genf (epd) — Rund zwei Milliarden US-Dollar sind nach Angaben der Vereinten Nationen notwendig, um die 41 Millionen vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika zu retten. Weit mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar würde gebraucht, um allein in den nächsten sechs Monaten den 23 Millionen Menschen am Horn von Afrika zu helfen. In dem am Mittwoch in Genf vorgelegten Appell des UN-Sonderkatastrophenprogramms für das Horn von Afrika wird auf die katastrophale Lage in Äthiopien, Somalia, Kenia, Dschibuti und Sudan aufmerksam gemacht. Auch im südlichen Afrika, wo 18 Millionen von der Dürre betroffen seien, sei keine Entspannung der Lage in Sicht, sagte der Direktor des Programms, Charles Lamuniere. Die Dürrekatastrophe kann nach den Worten des UN-Direktors zur bisher größten Katastrophenhilfeaktion der Vereinten Nationen führen. Für das südliche Afrika sind nach Angaben der UNO insgesamt 856 Millionen Dollar nötig, bisher wurden Spenden in Höhe von 526 Millionen zugesagt. Am Horn von Afrika hat die Hungersnot nach UNO-Angaben ein erschreckendes, bisher einmaliges Ausmaß angenommen, die Lage verschlimmere sich täglich. In besonders stark betroffenen Gebieten wie in Somalia, Sudan und im Grenzgebiet von Kenia verhungerten bereits 500 bis 1.000 Menschen pro Tag.
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