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Geld für Frauen-Betriebe

■ Hilfe für Existenzgründerinnen verzehnfacht

Das speziell für Frauen vorgesehene Förderprogramm für Existenzgründungen findet nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums in Niedersachsen große Resonanz. Der Finanzrahmen werde von der ursprünglich vorgesehenen Summe von einer Million Mark auf voraussichtlich zehn Millionen Mark für 1993 aufgestockt, hieß es.

Unterdessen haben die Grünen die gerade erschienene Broschüre des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zu Existenzgründungen kritisiert: Weibliche Anredeformen fehlen. Wirtschaftsminister Peter Fischer verteidigte dagegen Formulierungen wie „werden Sie ihr eigener Chef“ oder „Checkliste für Existenzgründer“: Sie wendeten sich sowohl an Frauen als auch an Männer. Bis zum Verschwinden rein maskuliner Formulierungen sei es noch ein weiter Weg. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andrea Hoops, bewertete diese Antwort am Freitag in Hannover als „dreist“.

Ein Industriegebiet ausschließlich ausgewiesen für Betriebe von Frauen ist in Niedersachsen noch Zukunftsmusik. Frauenministerin Waltraud Schoppe (Grüne) läßt derzeit allerdings ein Konzept für ein solches Gründerinnenzentrum erarbeiten.

dpa

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