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Geiselbefreiung misslingt

Gewaltaktion der philippinischen Armee gescheitert. Zwei Soldaten getötet. Weiter 20 Menschen in Rebellenhand

MANILA afp ■ Ein gewaltsamer Versuch der Armee, die auf den Philippinen genommenen Geiseln zu befrein, ist gestern gescheitert. Bei dem Angriff auf ein Versteck der Abu-Sayyaf-Rebellen auf der südphilippinischen Insel Basilan wurden nach Armeeangaben zwei Soldaten getötet und vierzehn verletzt; örtliche Behörden sprachen außerdem von sieben verletzten Zivilisten. Nach Angaben der Rebellen wurden zwei Geiseln verletzt.

Die Abu-Sayyaf-Rebellen fordern ein Lösegeld für die siebzehn Philippiner und drei US-Bürger, die sie am Sonntag aus einer Hotelanlage entführt hatten. Präsidentin Gloria Arroyo beharrte weiter auf der bedingungslosen Freilassung der Geiseln. Sie lehne Verhandlungen mit den Kidnappern ab und werde nicht auf deren Forderungen eingehen, sagte ihr Sprecher. Arroyo hatte nach der Entführung angekündigt, auf „Gewalt mit Gewalt“ zu reagieren, und 5.000 Soldaten in die Region entsandt.