: Gegen die Macht
■ Heute protestieren die Arbeitslosen
„Endlich auf der Straße: die neue A-Klasse!“ lautet heute erneut das Motto des Hamburger DGB und verschiedener Arbeitsloseninitiativen – wobei das „A“ aussieht wie im Logo des Arbeitsamtes. Dort werden heute die neuen Erwerbslosenzahlen verkündet, und Gewerkschaften und Initiativen rufen zu „Pro-Test-Aktionen“ gegen Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Armut auf.
Ziel der Hamburger Demonstration, die um 16 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof beginnt, ist diesmal der Adolphsplatz. Denn hier, so heißt es in einem Flugblatt der Inis, „konzentriert sich die Macht in Hamburg“: die Deutsche Bank, die Börse und die Handelskammer liegen an dem Platz. Immerhin sei die Deutsche Bank an namhaften Unternehmen beteiligt, ihr Vorstandssprecher sei auch „Kanzlerberater“ und bestimme „damit die gesamte Politik“. Der Aktienhandel an der Börse fördere Konzentrationsprozesse und damit Rationalisierungen und Arbeitsplatzabbau. Und die Handelskammer mit ihren rund 100.000 Mitgliedsfirmen fordere immer wieder lautstark Kürzungen im Sozialbereich und Lohnzurückhaltung, so die Initiativen. Ob den drei Machtzentralen auch ein Besuch abgestattet werden soll, wird sich wohl erst spontan entscheiden.
Schon am Vormittag wollen erstmals auch Arbeitsloseninis in Harburg gegen Erwerbslosigkeit und Sozialabbau protestieren. Um 11.30 Uhr startet hier eine Demonstration am Sand/Ecke Hölertwiete und zieht am Arbeitsamt vorbei bis zum Harburger Rathaus. flo
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen