: Gegen Schlepper
■ EU will Frauenhandel effektiver bekämpfen
Berlin (taz) – Eine halbe Million Frauen werden nach Schätzungen der EU jährlich nach Europa gelockt oder verschleppt. Viele von ihnen müssen als Prostituierte arbeiten. Auf Initiative der Niederlande soll heute eine Ministerkonferenz in Den Haag einen Empfehlungskatalog für gemeinsame und effektivere Maßnahmen gegen Frauenhandel verabschieden. Beabsichtigt ist, den Schutz für aussagewillige Frauen zu verbessern. Auch sollen statt der illegal arbeitenden Frauen die Schlepper strafrechtlich verfolgt werden. Die Rolle des europäischen Polizeiamts Europol soll ebenso verstärkt werden. Der holländische Sozialminister Ad Melkert sah gestern eine Verabschiedung entsprechender Empfehlungen „in Reichweite“. Der politische Wille zur Lösung der Probleme sei bei allen EU-Ländern vorhanden. Tagesthema Seite 3
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen