: Gegen Pogrome überall
■ taz-Demo-Telefon 030/25902292 (9 bis 13 Uhr)
Berlin (taz) — Nach dem Wochenende reißen die Demonstrationen nicht ab, leider auch die Anschläge gegen ausländische Mitbürger nicht. Heute beginnt um 18 Uhr auf dem Hans-Böckler-Platz in Köln eine Demonstration, zu der Grüne, Gewerkschaften, Jusos, diverse Antifa-Gruppen und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten und Polizistinnen aufruft. Um 17 Uhr startet vierzig Kilometer weiter nördlich eine Demonstration gegen Ausländerhaß auf dem Düsseldorfer Schadowplatz. In Leipzig soll schon mittags um zwölf auf dem Marktplatz demonstriert werden und auf dem Frankfurter Nibelungenplatz versammeln sich die Demonstranten um 17 Uhr. In Pforzheim soll die Kundgebung vor dem Ehrenmal für die Opfer des Nationalsozialismus gleichfalls heute um 17 Uhr auch ein Zeichen gegen den Ausländerhaß setzen. Zur gleichen Zeit beginnt außerdem eine Mahnwache mit anschließendem Protestzug vor der Stiftskirche in Kaiserslautern.
Für Samstag, den 5.September sind bislang zwei Demonstrationen angekündigt. Um 14 Uhr beginnt die Demonstration auf dem Zentralplatz in Koblenz. Schon um 9.30 Uhr startet auf dem Wörthplatz in Kehlheim bei Regensburg eine Demonstration gegen Neonazis und Ausländerhaß. Weitere Informationen gibt es unter 0941/55555. ten
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen