piwik no script img

Das Ding, das kommtGefrorene Musik

Seine Neffen denken längst, er sei eigentlich Tischler. Tatsächlich arbeitet der Hamburger Multikünstler Thorsten Passfeld mit denselben Werkzeugen: Akkuschrauber, Säge, Hammer. Und mit blauen Flecken kennt er sich auch aus. Weil all die anderen sich heute einfach einen Laptop besorgen und auf Computerkunst machen, hat sich der 40-Jährige auf ein Material besonnen, das keinen modischen „Glamour-Faktor“ hat und schön anstrengend ist: Holz, genauer: Holzabfälle.

Bekannt geworden ist Passfeld Mitte der 2000er mit großen Holzhäusern, darunter das „Hoftheater Vier Linden“ in Hamburg-St. Georg, bespielt vom Schauspielhaus, oder der „Kirche des Guten Willens“ in Hamburg-Wilhelmsburg, einem Raum für Glaubensgemeinschaften, Künstler, Performer.

Seit ein paar Jahren baut Passfeld nun aber kleinformatige Sperrholzbilder, die er „gefrorene Musik“ nennt, und folgerichtig seit einem Jahr hölzerne Bandporträts fürs Programmheft des Senders ByteFM. Die sind am heutigen Samstag erstmals in der Hamburger Galerie Feinkunst Krüger zu sehen – für nur einen Abend. MATT

„Musik ist am besten – Bandporträts von Thorsten Passfeld“: Sa, 10. 12., 20 Uhr, Feinkunst Krüger, Hamburg

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen