: Gefangene treffen sich mit Deutscher Aids-Hilfe
Um dazu beizutragen die HIV-Neuinfektionen in den Knästen zu verringern, trafen sich am Wochenende inhaftierte Mitarbeiter der bundesdeutschen Gefangenenzeitschriften mit Vertretern der Deutschen Aids-Hilfe. Die Meinungs- und Informationsmultiplikatoren von den Knastblättern sollen mit dafür sorgen, daß die Ausgrenzung von HIV-Infizierten reduziert und die Aufklärung über Prävention verbessert wird. Vertreter der Aids-Hilfe wiesen darauf hin, daß sich HIV-Infektionen im Knast besonders schnell durch gemeinsam benutzte Spritzbestecke verbreiteten. So seien in den Berliner Knästen etwa 25 Prozent der rund 3.000 Gefangenen Drogenbenutzer. Davon sei nach Schätzungen der Aids-Hilfe etwa die Hälfte HIV-positiv. In Berlin seien etwa 2.000 Drogenbenutzer infiziert. Die Aids-Hilfe fordert, daß alle an Aids erkrankten Gefangenen freigelassen werden, um ihnen eine frei gewählte medizinische Behandlung und ein Sterben in menschenwürdiger Umgebung zu ermöglichen.
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