: Gefahr durch Babypuder?
Gefahr durch Babypuder?
Lose Puder enthalten als Hauptbestandteil meist Talkum. Dieses Mineral kann, abhängig von der Lagerstätte, aus der es stammt, mit Asbestfasern verunreinigt sein. ÖKO- TEST hat zwei Babypuder (Nivea babyfein Puder; Fissan Baby-Pflege Körper-Puder) und einen kosmetischen Gesichtspuder (Ellen Betrix Loose Powder) auf Asbest untersucht. Keines der untersuchten drei Produkte enthielt die gefährlichen Fasern.
Trotzdem sollte man mit Babypuder vorsichtig umgehen: Atmet ein Kleinkind viel von dem Puderstaub ein, kann es zu gesundheitlichen Beschwerden und Komplikationen kommen — von Husten bis zu akuter Atemnot, kurzzeitigem Atemstillstand, Lungenentzündung und bleibenden Lungenschäden. Professor Karl Ernst von Mühlendahl von der Dokumentations- und Informationsstelle für Umweltfragen und Chefarzt am Kinderhospital Osnabrück weiß von verschiedenen Unfällen: „Gefährlich wird es, wenn Kinder die Puderdose selbst in die Hand nehmen.“ Es sei auch in Deutschland sogar schon zu Todesfällen gekommen.
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