: Gedenkstätte wächst
SANDBOSTEL Stiftung kauft Lagergelände mit gut erhaltenen Kriegsgefangenen-Baracken
Die Gedenkstätte des ehemaligen NS-Kriegsgefangenenlagers Sandbostel im Landkreis Rotenburg wird erweitert. Der Kreistag stimmte am Freitag mit großer Mehrheit dem Ankauf eines 15.000 Quadratmeter großen Grundstücks zu, das im Eingangsbereich der Gedenkstätte liegt und bisher einem Privatmann gehört. Dafür erhält die Stiftung der Gedenkstätte 60.000 Euro aus dem Kreisetat. Auf dem bisherigen und auch auf dem zukünftigen Gelände der Gedenkstätte steht ein Baracken-Ensemble, das es in Deutschland an keinem anderen Ort gibt. Bisher sind rund 3,2 Hektar im Besitz der Stiftung Lager Sandbostel. Das entspricht etwa einem Zehntel des ehemaligen Lagergeländes.
Anfang Dezember hatte sich bereits das Kuratorium der Gedenkstätte für einen Ankauf ausgesprochen, nachdem der Landkreis in Verhandlungen mit dem Eigentümer den Kaufpreis von 75.000 auf 60.000 gedrückt hatte. Aus Sicht von Landrat Hermann Luttmann (CDU) ist der Preis noch immer zu hoch. (epd)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen