: Gedenken mit roten Rosen
■ 10.000 Gäste aus aller Welt in Paris
Paris (dpa) – Mit einer Zeremonie am Arc de Triomphe haben gestern Staatsgäste aus über 80 Ländern in Paris des Kriegsendes vor 50 Jahren gedacht. Unter den Staats- und Regierungschefs, an denen 2.500 französische Soldaten vorbeidefilierten, waren auch Bundespräsident Roman Herzog und Bundeskanzler Helmut Kohl.
Am Arc de Triomphe legte Frankreichs scheidender Staatspräsident François Mitterrand am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz mit roten Rosen nieder. Nach einer Schweigeminute kehrten die Staatsgäste, die Mitterrand bis zum Triumphbogen begleitet hatten, zur Ehrentribüne zurück. Dort nahm Mitterrand Seite an Seite mit dem erst am Vortag gewählten neuen französischen Präsidenten Jacques Chirac das Militärdefilee ab.
Den Auftakt des Vorbeimarsches, dem insgesamt 10.000 Gäste, darunter Kriegsveteranen, ehemalige Widerstandskämpfer und Deportierte beiwohnten, bildeten Jeeps mit den Flaggen aller an der Zeremonie beteiligten Staaten. Der Festakt endete mit einem Flug der Kunstflieger der „Patrouille de France“ über die Champs-Élysées, die die französischen Nationalfarben an den Himmel malten. Die meisten Staats- und Regierungschefs reisten anschließend zum Staatsakt nach Berlin weiter.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen