: Gauckung für Künstler?
■ Akademie weist Vorwürfe zurück
Die Akademie der Künste Berlin-Brandenburg hat die Äußerungen des kulturpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Uwe Lehmann-Brauns, ihr Präsident Walter Jens habe vor die Biographien von Akademie-Mitgliedern „einen Vorhang gezogen“, zurückgewiesen. In der gestrigen Erklärung heißt es, es sei durch nichts gerechtfertigt, die Vorgänge um einen WDR-Beitrag über die Verwicklung Marcel Reich-Ranickis in frühere geheimdienstliche Aktivitäten mit der Akademie in Verbindung zu bringen. Diese werde „jeden substantiellen Vorwurf gegen ein Mitglied“ durch einen Ehrenrat prüfen lassen und bei einer Bestätigung den Austritt des Betroffenen einleiten. Sie lehne es aber ab, „eine Überprüfung durch die Gauck-Behörde zur Voraussetzung für die Mitgliedschaft zu erheben“. Lehmann-Brauns hatte am Sonntag gesagt, Jens schulde der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit den Recherchen seines Sohnes Tilman zu Reich-Ranicki eine Erklärung. dpa
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen