: Garlstedt: 1975 bis 1989
1975: Die Pläne, nach denen Garlstedt US-Truppenstandort werden soll, werden bekannt. Auf einer SPD-Veranstaltung bildet sich die VBI (Vereinigte Bürgerinitiative), später wird die BAGH (Bürgeraktion Garlstedter Heide) gegründet. Sie führt im Dezember die erste Demonstration durch.
1976: Die niedersächsische Landesregierung stimmt der Stationierung von US-Truppen unter Auflagen zu. Viertausend Umweltschützer kommen zum Ostervolksfest. Die VBI spricht sich für die Stationierung von US-Truppen in Norddeutschland aus und geht ein.
1977: Im Mai wird der Grundstein für den Kasernenneubau in Garlstedt gelegt, die BAGH sammelt 50.000 Protestunterschriften. Erstmals kommt das Panzergleis ins Gespräch.
1978: Die erste US-Einheit zieht mit 200 Soldaten ein.
1979: Das Verteidigungsministerium erteilt den Planungsauftrag für das Panzergleis.
1980: Zum ersten von der BAGH organisierten Ostermarsch kommen mehr als 1.000 TeilnehmerInnen.
1981: Über 500 Widersprüche gegen das Planfeststellungsverfahren für den Gleisbau gehen ein. Immer wieder kommt es zu kleineren Sabotageaktionen. Der Ostermarsch mit 3.000 TeilnehmerInnen spaltet sich an der Frage der Widerstandsformen. Im November gründet sich der Arbeitskreis Panzertrasse als Koordinationsorgan der Initiativen. .
1982: AK Panzertrasse/Krieg dem Krieg und BAGH/Bremer Friedensforum demonstrieren getrennt, treffen sich aber zur gemeinsamen Kundgebung vor dem Kasernentor mit 8.000 TeilnehmerInnen.
1983: Erstmals gemeinsame Osterdemonstration.
1984: Bei der Großblockade mit 1.500 TeilnehmerInnen gibt es mehrere Verletze. Am 15. Juli findet erstmals ein Sonntagsspaziergang statt.
1985: Fast 5.000 DemonstrantInnen beteiligen sich am Ostermarsch. Auf der Panzer-Trasse schlagen InitiativlerInnen Nägel in die Bäume, um die Fällarbeiten zu behindern.
1986: Zwölf Hektar Wald werden gerodet. Die ersten Häuser eines Hüttendorfes werden schnell wieder abgerissen. Kleine Sabotageakte werden als Widerstandsform allgemein anerkannt.
1987: Die Bauarbeiten an der Panzertrasse schreiten fort. An jedem Sonntag finden dort Protestspaziergänge statt.
1988: Beim 100. Sonntagsspaziergang werden DemonstrantInnen auf der B 6 eingekesselt. om
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