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Gansel kritisiert Stoltenberg-Bericht

■ Bericht zur Panzeraffäre soll die Vorgänge in der sozialliberalen Arä verfälscht darstellen

Bonn (dpa) — Im Parteienstreit um nicht genehmigte Lieferungen von Material der ehemaligen Nationalen Volksarmee (NVA) an Israel hat der SPD-Außenpolitiker Norbert Gansel Verteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (CDU) „verfälschende Darstellung“ von Vorgängen aus der Zeit der sozialliberalen Regierung vorgeworfen. Er kritisiert die in Stoltenbergs Bericht zur Panzeraffäre im Zusammenhang mit einem U-Boot- Geschäft aufgestellte Behauptung, schon in den 70er Jahren sei die Zusammenarbeit mit Israel auf dem Gebiet der Wehrtechnik „offensichtlich von Beginn an mit besonderer Diskretion auf allen Ebenen behandelt worden“. Der Bericht vermische dabei Aussagen zum U-Boot-Geschäft mit Südafrika in den 80er Jahren mit Vorgängen aus den 70er Jahren, meint Gansel.

Staatssekretär Pfahls aus dem Verteidigungsministerium hat Berichte zurückgewiesen, nach denen er von den jüngsten Lieferungen von NVA-Material an Israel mehr gewußt habe als zugegeben. In einer von der 'Welt am Sonntag‘ angeführten Besprechung im Ministerium sei es nicht um diese Lieferungen, sondern darum gegangen, wie weit deutsche Unternehmen an der Verbesserung der irakischen Scud-Raketen beteiligt gewesen seien.

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