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GEGENDARSTELLUNG

1.Sie behaupten, beim Verfassen meiner Bücher hätte ich Zuarbeiter gehabt, „zum Beispiel die Abteilung X des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR — zuständig für Desinformation“.

Diese Behauptung ist unzutreffend. Ich habe keine Zuarbeiter gehabt, sondern Archive benutzt.

2.Sie schreiben in diesem Zusammenhang weiter, ich hätte nur „echte“ Dokumente genommen, und fügen hinzu: „Daß nun die Abteilung Desinformation, die West-Medien und -Parteien so beachtlich leimte, speziell Herrn Engelmann nur echte Dokumente geliefert haben soll, wäre im Stasi-Lügen- Gespinst eine wahrlich verblüffende Nachricht.“

Soweit hierdurch der Eindruck entsteht, ich hätte in meinen Büchern auch unechte Dokumente verwendet, stelle ich fest, daß das nicht zutrifft.

3.Sie schreiben weiter, ich hätte niemals für Informationen gezahlt, jedoch genommen, was mir an Material „zugespielt“ worden sei, und fügen hinzu: „Der Informierte zahlte nicht — umgekehrt!“

Soweit hierdurch der Eindruck entsteht, ich sei für die Entgegennahme von Informationen bezahlt worden, stelle ich fest, daß das nicht der Fall war.

4.Schließlich schreiben Sie, ich sei 1984 als Vorsitzender des damaligen westdeutschen Schriftstellerverbandes (VS) gestürzt worden.

Das ist nicht zutreffend: Der Gesamtvorstand ist 1983 zurückgetreten, führte die Geschäfte bis 1984 kommissarisch weiter und hat dann nicht mehr kandidiert.

Rottach, den 10.Februar 1992 Bernt Engelmann