piwik no script img

■ FußballUrlaub für Schuster

Bei Atletico Madrid dürfte sich der nächste Trainerwechsel anbahnen, nachdem Coach Heredia offen seinem Präsidenten Jesús Gil widersprochen hat, was dieser ganz und gar nicht liebt. Gil hatte Bernd Schuster und zwei weitere Spieler drei Spieltage vor Schluß der Saison in Urlaub geschickt, weil sie sich nicht genügend einsetzen würden. „Alle drei verdienen es nicht, nochmals zu spielen“, verfügte der skurrile Atletico-Boß, der nach allgemeiner Einschätzung vom Fußball etwa so viel Ahnung hat wie ein Elefant vom Synchronschwimmen. Trainer Heredia sieht die Lage beim Kampf um einen UEFA-Cup-Platz demgemäß anders: „Ich brauche Schuster. Gil irrt sich gewaltig.“ Der Betroffene selbst, der in der nächsten Saison in Leverkusen spielen wird, erklärte, er hätte sich einen schöneren Abschied aus Madrid gewünscht, aber von Anfang an gewußt, „wie mit Gil alles enden könnte“.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen