: Fundstellen zum Innenleben der christlichen Union
„Wir wollen nicht eine Staatsbürgerschaft für das Herz und eine für den Geldbeutel.“ Aus den Eckpunkten der CSU für eine Wahlkampfplattform mit der CDU, Mai 1997
„Wenn wir nachgäben, hätten wir statt drei Millionen in kürzester Zeit vier, fünf, sechs Millionen Türken im Land.“ Helmut Kohl vor der Bundestagswahl zur doppelten Staatsbürgerschaft
„Sollte die neue Bundesregierung auf dem Felde der Wirtschaftspolitik Erfolge verbuchen, dann fiele eine der Angriffsflächen der CDU weg. Dann könnten manche in Versuchung geraten, ersatzweise das Thema doppelte Staatsbürgerschaft populistisch auszuschlachten.“ Jüngerer CDU-Abgeordneter Anfang Dezember
„Die geplante doppelte Staatsbürgerschaft wird die Sicherheitslage in Deutschland mehr gefährden als die Terroraktionen der Roten Armee Fraktion (RAF) in den siebziger und achtziger Jahren.“ Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident von Bayern
„Die regelmäßige Hinnahme doppelter Staatsangehörigkeit ist Gift für die Integration wie für den inneren Frieden.“ Wolfgang Schäuble, Parteivorsitzender der CDU
„Die von Rot-Grün geplante Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft stellt einen Anschlag auf die innere Sicherheit dar.“ Günther Beckstein (CSU), Innenminister von Bayern
„Zu glauben, die Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft sei eine Gefahr für die innere Sicherheit, ist, zurückhaltend formuliert, eine maßlose Übertreibung.“ Horst Eylmann, Rechtsexperte der CDU
„Ich bedaure, daß sich die CDU hier von der CSU treiben läßt. Es ist der Gipfel der Heuchelei, wenn die CDU behauptet, die Unterschriftensammlung im Interesse der Ausländer zu machen. Sie beweist mit dieser Haltung nur, daß sie gestrig ist.“ Michel Friedman (CDU), Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland
„Dies führt zu einer Zwangsgermanisierung, weil Kinder dann gegen den Willen der Eltern einen deutschen Paß bekommen.“ Erwin Huber (CSU), Chef der bayerischen Staatskanzlei
„Wenn es bei der jetzigen Tonlage bleibt, ist es ein schädliches Thema, auch für die Union.“
Norbert Röttgen, CDU-Abgeordneter
„Es hat keinen Sinn, sich in rechtliche Kämpfe über die doppelte Staatsbürgerschaft zu verstricken.“ Peter Radunski (CDU), Berliner Kultursenator
„Die Mehrheit ist dagegen, daß man die Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft zum Billigprodukt macht.“ Wolfgang Zeitlmann, innenpolitischer Sprecher der CSU im Bundestag
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen