: Für Schule gekämpft
■ Erwachsenen-SchülerInnen besetzten Schule am Leibnitz-Platz / Bildungs-Deputation gab grünes Licht
Manchmal richten sich die PolitikerInnen eben doch nach den Wünschen derer, die sie vertreten sollen. Insbesondere dann, wenn diese Wünsche lautstark vorgetragen werden. Nachdem die SchülerInnen der Erwachsenenschule in den letzten Tagen mit mehreren Aktionen für ein eigenes Schulgebäude eingetreten waren, soll es das jetzt geben - bis zum 31. August des kommenden Jahres und in einer „verkehrsgünstigen Lage“. Das beschloß gestern die Bildungsdeputation der Bremer Bürgerschaft.
Wolfgang Hachmeister, Sprecher des SchülerInnen-Beirats des im August gegründeten Schulzentrums für Erwachsene, hat dem jetzt zuständigen Senator Grobecker Hilfe bei der „Suchenach der geeigneten Schule“ angeboten. Nach seiner Auffassung kann hier nur ein Standort „gefunden“ werden - die Schule am Leibnitzplatz. Diese sollte zwar eigentlich in Zukunft die Bremer Verwaltungschule und andere
Behörden beherbergen, trotzdem ist Hachmeister zuversichtlich: „Es gibt keine Alternative“.
Der SchülerInnenbeirat hatte diese Schule in den letzten Tagen wieder ins Gespräch gebracht, nachdem andere Unterbringungsmöglichkeiten nicht mehr zur Verfügung standen. Mit einer kurzzeitigen Besetzung und einer Vollversammlung in Räumen der Schule am Leibnitzplatz hatten die SchülerInnen gestern abend diesem Wunsch Nachdruck verliehen. Hachmeister geht jetzt davon aus, daß noch vor Weihnachten eine Entscheidung gefällt werden kann. Nach seinen Vorstellungen soll dann unter breiter Mitwirkung von SchülerInnen, LehrerInnen und anderen Interessierten eine Konzeption erstellt werden, die die Schule zu einem integrativen Bestandteil des Stadtteils macht: „Eine solche Schule wird den gesellschaftspolitischen Stellenwert des zweiten Bildungsweges erheblich aufwerten“.
oma
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