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Für 5. Radio-Qualität

■ Entscheidung über 5. Hörfunk-Frequenz im Sommer

Noch vor der Sommerpause können erste Entscheidungen über die neue 5. Hörfunk-Frequenz fallen, erklärte gestern Wolfgang Schneider, Chef der Landesmedien-Anstalt, vor der Presse (vgl. oben). Nach einem kompliziert ausgetüftelten Verfahren, das mit der Novelle des Landesmediengesetzes im Mai im Landtag beschlosssen werden soll, wird dann entschieden, ob die 5. Welle an einen öffentlich-rechtlichen Sender oder an eine private InteressentIn vergeben wird.

Vor Jahren war einmal für diese neue 5. Frequenz, die über Antenne empfangen werden kann, eine Priorität für ein kleines örtliches, regional orientiertes Programm vorgesehen, um „kulturelle und gesellschaftliche Belange zu fördern und zur Meinungsbildung des örtlichen Geschehens beizutragen“, so steht es steht in der Bilanz des Landesrundfunk-Ausschusses. Die technische Reichweite der Frequenz ist aber schneller als erwartet groß, sie deckt dasselbe Gebiet wie Radio Bremen ab. Ein Wirtschaftlichkeits-Gutachten äußerte sich skeptisch über die Rentabilität eines aus Werbung zu finanzierten 24-Stunden- Vollprogramms. Das Gutachten verzeichnet bundesweit eine Stagnation des Werbeaufkommens. Ein örtlicher Anbieter müßte auf vorproduzierte Klangteppiche zurückgreifen.

Als bisher bekannte Interessenten für die Welle 5 nannte Schneider einerseits den Deutschlandfunk und andererseits die Stadtradio-Initiative und den Verlag des Weser-Report. Derzeit ist noch offen, ob die Frequenz „öffentlich-rechtlich oder privat oder beides“ (Schneider) vergeben wird. Schneider hält es für denkbar, daß mit der Frequenzvergabe Anforderungen an Regionalbezug und journalistisches Konzept verbunden werden: „Irgendwelche Dudelsender brauchen wir hier nicht!“ S.P.

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