: Frühling (Gedicht)
Ich kaufe Brot,
Le Monde und Gauloises.
Ich steige in meinen alten 2CV und denke,
daß jetzt der Frühling kommt,
erfüllt von der Abwesenheit Brassens‘.(*)
Der Frühling ist da
und hat den Boulevard mit Leben angezogen;
vor den Cafes zieht man schon die Mäntel aus,
die Leute von der Fakultät lachen:
Die Blonden sind noch goldener, und die Brünetten sind aufgetankt mit Meer.
Und hier sitze ich, halte Le Monde in den Händen,
und zwischen den Lippen die Gauloise,
mit meinem Cafe au lait und mit meiner Scham,
der tiefen Scham, in Frieden zu leben.
(*) franz. Chansonsänger
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