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Frucht-Multi gegen Bananenknebel

„Da die Importe aus Lateinamerika um fast 50 Prozent beschnitten werden sollen, werden wir Bananen verstärkt aus den Afrikanisch- Karibisch-Pazifischen (AKP) Ländern beziehen“, kündete Klaus Wesslowski, Geschäftsführer des Fruchtimporteurs Dole, als Maßnahme gegen die neue EG-Bananenverordnung gestern in Hamburg an. Dole kaufte Anteile der französischen Firma Company Fruitiere, die Plantagen in den AKP-Ländern besitzt. Mit anderen Fruchtimporteuren will Dole — eine Tochter der kalifornischen Dole Food Company — gegen den Bananenknebel vor dem Europäischen Gerichtshof klagen. Höhere Zölle und Einfuhrbeschränkungen verdoppelten den Bananenpreis für Verbraucher, das solle der Gerichtshof mittels einer einstweiligen Anordnung verhindern. „Die Ausweitung der weltweiten Bananenproduktion, aber auch Rekordernten in der EG“ führten zu einem Preisverfall von bis zu 45 Prozent und haben Dole — 98 Mitarbeiter — 1992 einen rückläufigen Umsatz beschert. „Im Bereich der Bananen, die etwa 60 Prozent unseres Umsatzes ausmachen, haben wir in Deutschland rote Zahlen geschrieben“, sagte Wesslowski. Dole setzt nun auf Ananas, Citrusfrüchte und Kernobst und will den Absatz in Skandinavien, der Schweiz und Österreich ausbauen. Zur Versorgung Osteuropas mit Vitaminen wurden Vertriebsbüros in Prag, Warschau und Budapest eingerichtet. dpa

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