: Frieden statt Fossile
VonAndrea Maestro
Im Hintergrund tutet laut ein Schiff und Männer rufen „Bravo!“: Fabian Schwalm von Greenpeace steht noch an der Kieler Förde, als er mit der taz telefoniert. „Es sind gerade Kajakfahrer aus dem Wasser gekommen“, sagt er. Sie werden von den Aktivist*innen für ihr Durchhaltevermögen bejubelt.
Seit sechs Uhr morgens haben 13 Menschen mit fünf Rettungsinseln, vier Kajaks und vier Schwimmenden vor einem israelischen Kriegsschiff demonstriert, vor der Werft, die es in Kiel gebaut hat. Bis 18 Uhr wollten sie weitermachen. „Die Korvette soll zeitnah nach Israel auslaufen“, sagt Schwalm. Dort solle sie insbesondere zum Schutz von Gasfeldern im Mittelmeer eingesetzt werden. „Wir kritisieren, dass nach wie vor Millionenausgaben getätigt werden, um die Ausbeutung von fossilen Energien zu zementieren.“ Laut Polizei war die Aktion friedlich.
Die Junge Union Schleswig-Holstein fordert derweil, Greenpeace die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Protestaktionen wie der Gleitschirmflug ins Münchner Olympiastadion stünden „zu der Anerkennung als gemeinnütziger Verein im Widerspruch“, schreiben sie in einer Pressemitteilung.
Schwalm reagiert gelassen: „Fordern können sie das ja.“
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