Freezers vs. Scorpions: Kühlschränke im Aufwind

Die Hamburg Freezers fertigten am Sonntag die Hannover Scorpions nach eindrucksvoller Leistung mit 9:3 ab. Damit sind die Pre-Play-Offs für die Hamburger wieder in greifbare Nähe gerückt.

Am Sonntag waren die Freezers in der Color Line Arena nicht zu stoppen. Bild: DPA

Mit 9:3 (4:1, 2:1, 3:1) haben die Hamburg Freezers einen wichtigen Sieg im Nordderby der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den Tabellenführer Hannover Scorpions eingefahren. Damit ist die Mannschaft von Trainer Paul Gardner, der erst kurz vor Weihnachten die Mannschaft übernommen hatte, die derzeit beste Mannschaft der DEL.

Klingt übertrieben? Mitnichten. Jedenfalls nicht, wenn man die jüngste Vergangenheit zum Maßstab nimmt. Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen haben die Hamburg Freezers nun eingefahren. Damit sind die Playoffs wieder in greifbare Nähe gerückt. Zuvor war die Mannschaft abgestürzt und aus den Playoffrängen gefallen.

Mit dem Jahreswechsel hat sich das Blatt zugunsten der Hamburger gedreht. Was kaum noch einer für möglich gehalten hat, ist acht Spieltage vor Saisonende wieder greifbar: Relegation lautet das bescheidene Zauberwort in Hamburg. Während die ersten sechs Mannschaften für das Viertelfinale gesetzt sind, spielen die Teams zwischen Rang sieben und Rang zehn die beiden weiteren Teilnehmer aus.

Gerade einmal 37 Sekunden waren am Sonntag gespielt, da klingelte es zum ersten Mal im Tor der Hannover Scorpions. Francois Frotier durfte auf der rechten Seite fast unbedrängt in Richtung Tor laufen und abziehen - drin. So früh hatten die Hamburger in dieser Saison noch nie geführt.

Die Spieler von Scorpions-Trainer Hans Zach schienen mit ihren Gedanken nicht richtig auf dem Eis zu sein. In der 4. Minute nutzte dies Travis Brigley und legte nach: 2:0. Mit dem ersten gefährlichen Schuss der Scorpions im Spiel kam Hannover in der 6. Minute durch Aris Brimani wieder ran. Richard Mueller (17. und 20.) besorgte das 4:1 mit Ende des ersten Drittels.

Ungläubig rieben sich die meisten der 10.933 Zuschauer die Augen. In dieser Form hatten sie die Freezers zuletzt im vergangenen Herbst gesehen, bevor das Team in den Wochen vor dem Jahreswechsel jegliche Form und Orientierung verlor.

Mit Beginn des zweiten Drittels zeigte sich dann das erwartete Bild. Hannover drückte und Hamburg ließ sich in die eigene Hälfte drängen. In der 24. Minute nutzte Klaus Kathan ein Powerplay (Überzahl) zum 2:4. Hamburg aber nutzte weiter eiskalt nahezu jede sich bietende Chance. Erneut Fortier (36.) und Justin Morrison (38.) erhöhten fleißig weiter. Und das, obwohl mit Vitalij Aab, der sich am Freitag den Mittelfinger der linken Hand gebrochen hatte, Brad Smyth und Jason Pinizzotto gleich drei Offensivkräfte ausfielen.

Für die Scorpions, die trotz der Niederlage unangefochten auf dem ersten Platz stehen, wurden die letzten zwanzig Minuten zum Spießroutenlauf. Clarke Wilm (46.), Andy Delmore (57.) und Mueller (59.) mit seinem Hattrick schossen die Hannoveraner förmlich aus der Halle. Da konnte auch das zwischenzeitliche 3:7 von Eric Schneider (46.) nichts mehr dran ändern. Durch Wolfsburgs 4:5-Niederlage gegen Augsburg ist Hamburg nun wieder auf einen Punkt dran.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de