: Frauenhotel für Berlin
■ Touristik-Managerinnen entdecken eine Marktlücke
Berlin (dpa) - Nach Kneipen und Buchläden nun auch ein Hotel nur für Frauen: In Berlin soll im Mai das „artemisia“ eröffnet werden. Es soll nur Frauen offenstehen. Für dieses erste Frauenhotel auf dem europäischen Kontinent stand die Malerin Artemisia Gentileschi, die im 17.Jahrhundert in Italien lebte, Pate. Bisher wurden solche Hotels nur in den USA und in London angeboten.
„Für Frauen ist es oft unangenehm, allein in einem Hotel zu übernachten“, meint Mitinhaberin Manuela Polidori. Oftmals bekämen sie schlechtere Tische zugewiesen oder „haben einfach Angst, alleine an der Bar zu sitzen“. So hätte es immer wieder Anfragen nach einem Hotel nur für Frauen gegeben. Die vier Inhaberinnen - bereits alle erfahren in der Touristikbranche - erkannten den „Trend zu solchen Sachen“.
Das City-Hotel soll in Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern Platz für 21 Frauen bieten. Die Preise pro Übernachtung werden zwischen 40 und 160 Mark liegen. Darin enthalten ist ein „reichhaltiges Frühstücksbuffet, das im Sommer auf der sonnigen Dachterrasse mit Blick auf Berlin“ serviert werden soll. Zusätzlich werden eine Suite und ein Konferenzraum für Tagungen angeboten. Entspannung versprechen die Inhaberinnen „am gemütlichen Kamin, in der Bibliothek oder im nahegelegenen Preußenpark“. „Wir glauben, daß wir Geschäftsfrauen und Alleinreisende ansprechen können“, erklärte Frau Polidori. Eine Gruppe habe sich bereits angemeldet. „Wir wollen alle Frauen ansprechen, kommen werden aber vermutlich die ab 35 Jahren“.
Silvia Kusidlo
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