: Frauen studieren länger
■ Oldenburg: Mehrfachbelastung untersucht
Frauen studieren länger
Oldenburg: Mehrfachbelastung untersucht
Die alleinerziehende, voll berufstätige Mutter von drei Kindern, die nach Feierabend ein Doppelstudium auf dem zweiten Bildungsweg zu absolvieren versucht, ist ein Extrembeispiel. Aber der Anteil von Frauen mit familiären und finanziellen Belastungen ist unter den Langzeitstudierenden des Fachbereichs Psychologie der Universität Oldenburg auffallend hoch. Das geht aus einer erstmals durchgeführten Umfrage unter „Altstudenten“ hervor.
114 der insgesamt 350 Psychologie Studierenden der Hochschule gelten als LangzeitstudentInnen mit durchschnittlich 20 Semestern. Zwei Drittel davon sind Frauen über 30, von denen die Hälfte kein Abitur gemacht hat und nach einer Aufnahmeprüfung von der Universität angenommen wurde.
Für eine Exmatrikulation sieht der Psychologe-Dekan Siegfried Grubitzsch keinen Anlaß: „Wenn die alten Semester hin und wieder in Vorlesungen oder Seminaren auftauchen, stören sie nicht und kosten kein Geld! „ Und immerhin 87 Prozent der befragten –Altstudenten“ wollen ihr Studium unbedingt mit einem Examen beenden. Durchschnittlich benötigen Oldenburger Psychologiestudenten 13 Semester bis zum Diplom, zehn Prozent schaffen es in der Regelstudienzeit von zehn Semestern. Karin Güthlein/dpa
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen