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Frauen-Notruf umgezogen

■ Hilfe für vergewaltigte Frauen bald fast ohne Stellen

Der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen feierte gestern den Umzug in neue Räume im Geeren 24. Die Freude über den Umzug wird allerdings getrübt durch die bevorstehenden ABM-Kürzungen, die auch die Existenz des Notrufs bedrohen. Vereinsvorsitzende Ellen Best wies darauf hin, daß lediglich eineinhalb von fünf Stellen abgesichert seien. Die herbeigeeilte Frauensenatorin Sabine Uhl deutete an, daß sie um das Problem wisse, Lösungen seien von ihr allerdings nicht zu erwarten. „Sie müssen sich noch gedulden“, erklärte sie. „Wir haben in Bremen eine extrem schwierige Haushaltslage. Vielleicht ist Ihnen das noch nicht bewußt.“

Nach den ersten Anfängen vor zwölf Jahren im alten Frauenzentrums in der Alexanderstraße, Stationen im Frauenkulturhaus am Krummen Arm und am Dobbenweg stellt die neue Adresse zweifellos eine enorme Verbesserung dar: in zwei Etagen viele helle Räume für das umfangreiche Therapie-und Beratungsangebot des Notrufs.

Der ehemalige Staatsanwalt für Sexualdelikte, Hans Henning Hoff, und Ellen Best betonten übereinstimmend, der Notruf habe auch wichtige Anstöße für den Umgang mit Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit und in der Justiz gegeben. asp

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