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Flugzeugabsturz in Portugal: Über 80 Tote

■ Holländische DC-10 ging in Flammen auf

Lissabon/Den Haag (AFP) – Mindestens 80 Menschen sind am Montag morgen beim Absturz eines niederländischen Flugzeugs im südportugiesischen Faro ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden 262 Personen verletzt. Die Maschine der niederländischen Fluggesellschaft Martinair hatte nach Aussagen von Augenzeugen schon in der Luft Feuer gefangen und war nach der mißglückten Landung in Flammen aufgegangen. Viele Verletzte, die aus dem Flugzeug gerettet werden konnten, erlitten schwere Verbrennungen. Ursache des Unglücks waren offensichtlich die schlechten Wetterverhältnisse. Die meisten Insassen der aus Amsterdam kommenden DC-10 waren den Angaben zufolge Niederländer auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub.

Ein überlebender Passagier berichtete im niederländischen Fernsehen, der Pilot habe dreimal zur Landung angesetzt. Beim dritten Mal sei das Flugzeug dann „sehr hart“ auf der Landebahn niedergegangen. Ein Augenzeuge berichtete, die DC-10 habe nach der Landung einem Feuerball geglichen. Das linke Triebwerk sei in Flammen aufgegangen.

Nach einer weiteren Zeugenaussage wurde die Maschine während der Landung von heftigen Sturmböen erfaßt. Eine ihrer Tragflächen habe dabei den Boden berührt. Daraufhin habe es eine Explosion gegeben. Unterdessen teilte die niederländische Verkehrsministerin Hanja Maij-Weggen mit, sie habe die Entsendung einer unabhängigen Expertenkommission nach Faro angeordnet, die die Ursachen für den Unfall der 15 Jahre alten Maschine untersuchen solle.

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