■ Finnland: Schlappe für Regierung
Helsinki (AP) – Die finnischen Regierungsparteien haben bei der Kommunalwahl vom Sonntag Einbußen erlitten, aber dennoch will Ministerpräsident Esko Aho nicht von seiner Sparpolitik abrücken. Ahos Zentrums-Partei mußte Verluste von zwei Prozentpunkten gegenüber der Kommunalwahl von vor vier Jahren und von sogar sechs Prozentpunkten im Vergleich zur Parlamentswahl vor 18 Monaten hinnehmen. Insgesamt kam das Zentrum auf 19,2 Prozent. Größter Verlierer war die ebenfalls im Kabinett vertretene Konservative Partei, die gegenüber der letzten Kommunalwahl 3,9 Prozentpunkte verlor; sie erreichte noch 19 Prozent. Die oppositionellen Sozialdemokraten, mit 27 Prozent die stärkste Partei, verzeichneten einen Stimmenzuwachs von 1,8 Prozentpunkten. Die finnischen Grünen verbesserten sich bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen von 4,5 auf 6,9 Prozent.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen