Finanzkrise in den USA: Schwere Bankenpleite in Florida
Es ist bereits die 34. US-Regionalbank, die in diesem Jahr pleite ging. Doch die Bank United ist der mit Abstand teuerste Zusammenbruch eines amerikanischen Geldhauses in diesem Jahr.
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WASHINGTON afp/dpa | Die Bankenlandschaft in den USA muss die schwerste Pleite seit Jahresbeginn verkraften. Ein neuer Höhepunkt der Welle von Regionalbank-Pleiten in den USA ist der Zusammenbruch der Bank United FSB in Florida mit einer Bilanzsumme von rund 12,8 Milliarden Dollar (9,2 Mrd Euro). Für 2009 ist diese Pleite der bisher größte Fall - und gleichzeitig das bereits 34. Opfer der Finanzkrise seit Jahresbeginn. Das Institut mit Sitz in Florida wurde noch am Donnerstagabend von den Behörden geschlossen. Erst Anfang Mai waren die in Atlanta ansässige Silverton Bank sowie zwei kleinere Institute Bankrott gegangen.
Das Spar- und Kreditinstitut sei großteils an Finanzinvestoren und ein Management-Team verkauft worden, gab die staatliche Einlagensicherung FDIC in Washington bekannt. Die 86 Filialen der größten unabhängigen Bank in Florida sollen bereits an diesem Freitag wieder öffnen. Die Bank hat Kundengelder von rund 8,6 Milliarden Dollar in den Büchern.
Auf die Einlagensicherung kommen den Angaben zufolge bei der Bank United Kosten von 4,9 Milliarden Dollar zu. Damit wird die Pleite für die FDIC zum zweitteuersten Fall in der aktuellen Finanzkrise nach der im Juli vergangenen Jahres spektakulär zusammengebrochenen US-Hypothekenbank IndyMac, die rund neun Milliarden Dollar kostete.
Die bisher größte Pleite einer Geschäftsbank in der US-Geschichte war 2008 der Fall der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual. Sie hatte eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar. Insgesamt fielen der Krise im vergangenen Jahr 25 Geschäftsbanken zum Opfer.
Die FDIC rechnet mit weiteren Bankpleiten durch die Krise. In den allermeisten Fällen konnte sie bisher neue Käufer finden. Die Kundengelder waren im Rahmen der gesetzlichen Regelungen abgesichert.
Derweilen ist bekannt geworden, dass die General Motors-Finanztochter GMAC weitere Milliarden-Finanzspritzen aus Washington erhält. Das US-Finanzministerium will der GMAC mit einer Finanzspritze 7,5 Milliarden Dollar zuschießen. Die Mittel sollten es dem Unternehmen ermöglichen, Händlern und Verbrauchern weiterhin Darlehen zu gewähren, teilte das Ministerium am Donnerstag in Washington mit. Die US-Regierung war der Bank des angeschlagenen GM-Konzerns bereits im Dezember mit einer Finanzspritze von mehreren Milliarden Dollar beigesprungen.
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