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München (AP/taz) – Clevere Kunstdiebe haben in der Nacht zum Sonntag dem Deutschen Museum in München einen kurzen Besuch abgestattet und bei dieser Gelegenheit antike Uhren mit Millionenwert gestohlen. Die Täter drangen über ein Flachdach in den zweiten Stock des Museum ein, zerschlugen mehrere Glasvitrinen und stahlen wertvolle Sammlerstücke aus der Austellung „400 Jahre Uhrmacherkunst“. Die Polizei bezifferte den Wert der Stücke auf zwei bis drei Millionen Mark. Der Direktor des Schweizer Uhrenherstellers Blancpain schätzte den Verlust dagegen auf rund 50 Millionen Franken (umgerechnet fast 60 Millionen Mark).
Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatten es die Diebe offenbar gezielt auf die Ausstellung antiker Uhren abgesehen, die am 2. November im Deutschen Museum eröffnet worden war. Der Diebstahl habe beim Pförtner des Museums lediglich „stillen Alarm“ ausgelöst, berichtete ein Polizeisprecher. Als gegen 00.15 Uhr eine Alarmlampe zu blinken begann, rief der Mann den Angaben zufolge sofort die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren die Diebe jedoch bereits geflüchtet.
Die Polizei löste eine aufwendige Großfahndung aus. In der Nacht suchten Huschrauber mit Scheinwerfern und ein Großaufgebot von Polizeibeamten die gesamte Umgebung ab. Hat alles nichts genutzt. Die Fahndung blieb erfolglos. Von den Dieben fehlte am Sonntag noch jede Spur.
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