: Filmhändler Kirch läßt lesen
München (ap) - Auf dem Weg zu einem umfassenden Medienkonzern hat der Münchner Filmgroßhändler Leo Kirch den Deutschen Bücherbund gekauft. Die Kirch-Gruppe erklärte am Mittwoch in München, die Übernahme des bisher zur Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörenden Buchklubs biete „wechselseitige Vorteile für beide Seiten“. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. So sollen die 110 Filialen des Deutschen Bücherbunds künftig auch die Produkte der Kirch-Gruppe vertreiben. Dazu gehören nicht nur Filme, sondern auch das sogenannte Pay-TV, in dessen Angebot sich seit Ende vergangenen Jahres Fernsehzuschauer einkaufen können. Dem Bücherbund biete die Übernahme eine „Erweiterung des Sortiments zu einem umfassenden multimedialen Angebot“, erklärte die Kirch-Gruppe. Beim Erwerb des Bücherbunds ließ sich Kirch nach eigenen Angaben von dem „strategischen Ziel eines Medienverbundes“ leiten, bei dem das Geschäft mit Büchern, Zeitungen, Zeitschriften sowie Fernsehen und Video zusammengefaßt werden soll. Mit 800 Arbeitsplätzen und einem Umsatz von 230 Millionen Mark gehört der Bücherbund zu den drei Großen im Buchklubgeschäft der BRD.
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