: Feuer, und keiner löscht Flammen
Innensenator Ronald Schill hält es für besonders „pfiffig“, ausgerechnet die Feuerwehr für das Motto „Feuer und Flamme für Olympia 2012“ werben zu lassen. Und so bappte er gestern vorm Rathaus dem ersten Einsatzwagen einen entsprechenden Aufkleber aufs Blech. Für ver.di-Fachbereichsleiterin Sieglinde Friess ein Showauftritt von besonderen Zynismus: „Die Feuerwehr pfeift wirklich auf dem letzten Loch.“ 600 Fahrzeuge werden fortan mit dem feuer-flammenden Aufkleber durch die Stadt fahren und sollen olympische Euphorie schüren. Doch ob diese dann im Ernstfall gelöscht werden können, ist fraglich. „Hamburgs Feuerwehr ist nicht olympiatauglich“, sagt Personalrat Werner Lehmann. Die Personalsituation ist katastrophal, weil der von Rot-Grün versprochene Verzicht auf Einsparungen vom Rechtssenat revidiert worden sei. Friess: „Schill lehnt es ab, sich mit den Arbeitsbedingungen auseinanderzusetzen.“ Ein Löscher formulierte es bei der Show anders: „Der weiß noch nicht mal, wie man Feuerwehr schreibt.“ kva
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen