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Festnahmen wegen Kinderpornographie

Berlin (taz) — Im Zuge einer bundesweiten Aktion des Bundeskriminalamtes (BKA) gegen mutmaßliche Produzenten von Kinderpornos kam es am Dienstag morgen zu vier Festnahmen im Raum Koblenz und einer Verhaftung in Halle. Zwei der beschuldigten Männer wurden mittlerweile wieder aus der Untersuchungshaft entlassen, da gegen sie kein dringender Tatverdacht aufrechterhalten werden konnte. Der in Halle wohnende, aus den Alt-Bundesländern stammende mutmaßliche Haupttäter wird verdächtigt, Pornovideos mit einer Gesamtspielzeit von bis zu zwölf Stunden produziert zu haben. Dabei wurden zwei Mädchen vor laufender Kamera sexuell mißbraucht, die zur Tatzeit zehn und elf Jahre alt waren. Auf einem der vom BKA beschlagnahmten Videobänder berichtet eines der Mädchen über eigene sexuelle Mißbrauchserfahrungen schon ab ihrem sechsten Lebensjahr.

Bereits im September 1991 hatte das BKA, das seit Anfang vergangenen Jahres im Auftrag der Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt, verschiedene Vertriebsfirmen von Kinderpornos im Rhein-Main-Gebiet durchsucht und zwei mutmaßliche Pornohändler verhaftet. Ein Verdächtiger sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft. Bundesweite Ermittlungen im Fall von Kinderpornographie sind nach den Worten des zuständigen Frankfurter Oberstaatsanwalts Peter Köhler dringend notwendig. Ob man gleich von einem Ring von Kinderporno-Produzenten sprechen kann, hält er für zu hoch gegriffen. Dennoch läßt sich mittlerweile nicht mehr von der Hand weisen, daß ein bundesweiter Zusammenhang in

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