piwik no script img

„Fall Just“ beschäftigt die Justiz

Potsdam (dpa) — In der Affäre um die umstrittene Immunitätsprüfung des brandenburgischen Justizministeriums im „Fall Just“ wird die CDU-Landtagsfraktion erneut eine Sondersitzung beantragen. In einer Dringlichkeitsanfrage sollen zudem Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) und Justizminister Hans Otto Bräutigam (parteilos) befragt werden, warum die Landesregierung den Vorgang seit Dezember 1990 „vertuscht“ habe. Am Montag hatte Bräutigam den Brandenburger Generalstaatsanwalt angewiesen, gegen den ehemaligen Alterspräsidenten des Landtags, Gustav Just (SPD), sowie mögliche weitere Tatbeteiligte Ermittlungen aufzunehmen. Just war nach eigenem Bekenntnis an der Erschießung von Juden im Zweiten Weltkrieg beteiligt und hatte vergangene Woche alle Ämter niedergelegt. Das Justizministerium hatte sich 1991 bei der Prüfung von Vorwürfen gegen den SPD-Politiker lediglich auf DDR-Akten aus dem Jahre 1957 bezogen.

Nur noch 440 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 440 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen